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-Nachwuchs schlüpft in die Rolle der Großen-

Am vergangenen  Pfingstwochenende fand bei der Jugendfeuerwehr Schönenberg-Kübelberg zum ersten Mal ein „Berufsfeuerwehrtag“  statt.  In zwei-jährigem Abstand findet an diesem Wochenende immer das Kreisjugendzeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Kusel statt.  Da das Zeltlager erst im nächsten Jahr wieder stattfindet,  kam den Jugendwarten Björn Jonderko, Dirk Helfenstein und Brian Eicher vor einiger Zeit die Idee dieses Wochenende etwas Neues zu testen. Das Ergebnis dieser Überlegungen war ein Berufsfeuerwehrtag.

Am Pfingstsamstag, 14 Uhr, war es dann bei strahlendem Sonnenschein endlich so weit,  die  12 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr starteten ihren „Arbeitstag“. Wie bei einer richtigen Berufsfeuerwehr standen die Stiefel mit Einsatzkleidung an den Fahrzeugen bereit. Gegen 14.45 Uhr ertönte der Alarmgong, gefolgt von der Durchsage: „ Unerlaubter Abbrand mit vermissten Personen“.  Schnell rüsteten sich die Nachwuchsfeuerwehrleute aus und  besetzten die Fahrzeuge.  Nach der Ankunft an der Einsatzstelle bekam die Nachwuchstruppe die Befehle Brandbekämpfung und Personensuche,  diese Aufträge führten die Jugendlichen mit viel Engagement und Freude schnell durch.  Danach war der erste Einsatz beendet und das Gerätehaus wurde wieder angefahren.

Im Gerätehaus hatten die Jugendlichen sichtlich ihren Spaß, spielten Fußball, erfrischten sich in einem Pool oder erkundeten die weiteren Fahrzeuge der Feuerwehr.  Doch dann ertönte plötzlich wieder der Alarmgong, dieses Mal musste eine Katze mittels Steckleiter von einem Baum gerettet werden.  Nach der Rückkehr ans Gerätehaus dauerte es nicht lange, dann kam wieder ein neuer Einsatz: „ Hüttenbrand, Personen vermisst, Feuer droht auf Wald überzuschlagen“.  Noch ausgerüstet besetzten die Jugendlichen wieder die Fahrzeuge und fuhren die Einsatzstelle an.  Das Einsatzobjekt befand sich in der Nähe des Tennisplatzes in Sand.  Um die Wasserversorgung herzustellen, mussten die Nachwuchskräfte eine Schlauchleitung über eine lange Wegstrecke zum nächsten  Hydranten legen.  Parallel dazu wurden die Personen aus dem Haus gerettet und ein Waldbrand verhindert.

Während des Einsatzes bereiteten Helfer der aktiven Wehr das Abendessen vor.  Bei Wurst, Schwenkbraten und Salaten konnten die Geschehnisse des Nachmittags besprochen werden.  In einer geselligen Runde genossen die Jugendlichen den restlichen Abend.  Als eigentlich schon niemand mehr von einem Einsatz ausging war es dann so weit. Gegen Mitternacht ertönte der Alarmgong erneut,  in der Nähe der Firma SBN Wälzlager im Gewerbegebiet Mehlpfuhl wurde eine Familie vermisst. Wegen der Dunkelheit wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und die Personen  gesucht.  Auch diesen Einsatz bewältigten die Jugendlichen trotz der späten Stunde mit Bravour.

Gegen 1 Uhr kehrte dann aber die Nachtruhe ein. Am nächsten Morgen wurden die Jungen und Mädchen gegen halb sieben vom Alarmgong geweckt, noch müde und verschlafen besetzten sie die Fahrzeuge und fuhren zur Einsatzstelle.  Dort suchten Sie einen gemeldeten Feuerschein, dieser erwies sich im Nachhinein als Fehlalarm.

Nach diesem frühen Einsatz genossen die Nachwuchskräfte dann aber zuerst ein kräftiges Frühstück. Doch lange dauerte die Stille nicht, kurz nach dem Frühstück ertönte wieder der Alarm. Gemeldet wurde eine auslaufende, unbekannte Flüssigkeit an der Grundschule Kübelberg.  Nachdem dieser Einsatz abgearbeitet wurde begannen die ersten Aufräumarbeiten im Feuerwehrhaus. Doch dann wurde das Geschehen durch einen letzten Einsatz unterbrochen.  Dieses Mal hieß es „Garagenbrand in der Flurstraße in Kübelberg“. Am Einsatzort angekommen fanden die Nachwuchskräfte den Besitzer panisch und hilferufend vor.  Dieser wurde befragt und anschließen betreut. In der brennenden Garage waren zwei Personen und ein Kind vermisst.  Diese wurden gerettet und der Brand wurde gelöscht.  Nach diesem Einsatz wurde dann im Gerätehaus noch gemeinsam zu Mittag gegessen und anschließend weiter aufgeräumt.

Die Resonanz der Jungen und Mädchen war sehr positiv, die Jugendwarte wurden sogar gleich nach dem nächsten Berufsfeuerwehrtag gefragt. Alle hatten über die 2 Tage hinweg riesen Spaß und konnten nebenbei einen Eindruck von realen Einsätzen der aktiven Feuerwehr gewinnen.

Bedanken möchte sich die Jugendfeuerwehr bei allen Helfern, besonders bei Stefan Kuntz und seinem Küchenteam,  das für das leibliche Wohl zuständig war, bei den zahlreichen Helfern,  die sich um die Einsatzvorbereitungen kümmerten ,  sowie beim Feuerwehrförderverein und der Firma Jung aus Miesau, die jeweils mit Spenden zum Berufsfeuerwehrtag beitrugen.